Löwenzahn

Der Kaiser unter den Wildpflanzen

Nicht umsonst sieht man auf meiner Homepage so häufig den Löwenzahn: mit seinem gelbem, vollem Blütenkopf strahlt er mir wie eine Sonne entgegen, die Blüten sind herrlich süßlich, die Knospen schmecken ebenso wunderbar als auch die Blütenstängel. Und dann natürlich auch die Blätter… Es gibt ihn fast das ganze Jahr und dann auch noch so gut wie überall auf der Welt. Selbst aus den kleinsten, engsten Lücken sprießt er kraftvoll hervor……. und bedarf nur ganz wenig, hat aber so viel an Inhaltsstoffen zu bieten…

Löwenzahn Wildkräuterführungen Rhein-Main

Beschreibung:

  • es gibt ca. 500 verschiedene Arten
  • die Blätter stehen in einer Rosette am Boden
  • Blatt lang und schmal, sehr formenreich, ganzrandig bis tief gezahnt
  • eine Blüte pro Blütenstiel
  • Blütenkopf aus vielen gelben Zungenblüten, 3-5 cm groß
  • dunkelgrüner Blütenhüllkelch
  • Blütenstiel rund, hohl
  • Blütenstiel und Blattstiel mit Milchsaft
  • Samen mit Haarflugschirmen bilden eine Kugel
  • Blüte von April-Juni, dann immer wieder vereinzelt

Geschmack:

  • Im Frühjahr angenehm bitter
  • Blüten leicht süßlich
  • Stengel erinnern an Chicoree
  • Gilt als Salat-Delikatesse, besonders in Frankreich

Inhaltsstoffe:

  • Die Blätter enthalten mehr Provitamin A als Karotten und 40-mal mehr als herkömmlicher Salat, darüber hinaus die Vitamine B und 8mal soviel Vit. C wie Kopfsalat,
  • sowie Mineralsalze, Gerb- und Bitterstoffe.
  • 30 mal mehr Eisen als Spinat
  • Dunkelgrüne Blätter haben hohen Karotin-Gehalt, hohes Lichtspeicherpotenzial
  • Der Blütenstaub enthält besonders viele Spurenelemente und die Löwenzahnwurzel, die roh oder gekocht gegessen wird, ist besonders im Herbst reich an Inulin

Heilwirkung:

  • Die Blätter die am tiefsten eingekerbt sind, wirken am heilkräftigsten
  • harntreibend und blutreinigend, regen den gesamten Verdauungsapparat an,
  • kräftigen den Körper – antriebssteigernd und durchblutungsfördernd, basenbildend, Schadstoff-aufnehmend
  • Die Leberfunktion, Galle, Milz, Bauchspeicheldrüse und auch die Nieren werden gestärkt.  Löwenzahn hilft bei Stoffwechselstörungen, bei Krebsbehandlung, senkt Cholesterinspiegel, regt Lymphfluß an, schmerzlindernd, galle- und nierenbelebend, regen Leberstoffwechsel an, stimulieren Magen und Milz

Ernte: 

Ernte: Frühjahr – Frost, Blätter, Blüten, Knospen und Stengel (auch Wurzel) hervorragend als Salat und zu allem als Beigabe, auch pur genossen.

Im Frühjahr eher milder, die helleren Blätter sind eher milder. Sobald die Blütenbildung einsetzt werden die Blätter derber, dafür enthalten die dunkleren mehr Bitterstoffe. Die Wurzel sollte man am besten im Frühling und nicht wie üblich im Herbst sammeln.

Verwechselbar mit Hainsalat, Herbst-Löwenzahn, gewöhnlichem Ferkelkraut (alles eßbar)

Zubereitung:

  • Die jungen Blätter des Löwenzahn liefern ein gutes Gemüse.
  • Die Blüten verschönern jedes Gericht und auch als Salat wunderbar.
  • Die Stengel auch als Salat in kleine Stückchen schneiden oder aufs Brot zu Frischkäse.
  • Blätter Kochen oder roh.
  • Aus den getrockneten Wurzeln kann man Kaffee-Ersatz machen: Trocknen, in einer Pfanne rösten und mahlen.

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